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Wenn der Kiez rockt, kommen die Massen: Mit einem Besucherrekord ist das vierte Hamburger Reeperbahn-Festival zu Ende gegangen. Von Donnerstagabend bis zum frühen Sonntagmorgen strömten rund 17.000 Musikfans in 20 Clubs auf St. Pauli, wo mehr als 150 Bands auf der Bühne standen.
Riesenandrang gab es in der Großen Freiheit 36: Dort sorgten die Hamburger Jungs von Deichkind für "Krawall und Remmidemmi". Die Editors aus England und die US-Alternative-Band Dinosaur jr. zogen ihre Fans scharenweise in den D-Club. Das dänische Trio Who Made Who begeisterte mit einer großartigen Show im Uebel und Gefährlich. Etwas ruhiger ging es bei Ex-Nationalgalerie-Sänger Niels Frevert zu, der mit einem Streichquartett auftrat, während die Schweizerin Sophie Hunger die Fliegenden Bauten zum Konzert in Kerzenschein tauchte.
Auch zahlreiche unbekanntere Bands präsentierten sich auf den Bühnen. "Musikalisch ist fast alles dabei: von Elektro über Indie, Soul oder Hip-Hop bis Pop", sagte Festival-Sprecher Björn Pfarr. Medienpartner waren unter anderem NDR 2, N-JOY und NDR Info.
Neben den Konzerten wurde erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten. So gab es etwa auf dem Spielbudenplatz wieder die "Flatstock-Ausstellung", bei der Künstler aus aller Welt ihre Poster präsentieren. Erstmals richteten die Veranstalter in diesem Jahr zeitgleich zum Festival ein internationales Musikforum aus.
Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals der neue Hamburger Musikpreis "Hans" verliehen, und zwar in den Kategorien bestes Musikformat, bestes Team um einen Musiker und bester Künstler. Die 16-köpfige Jury aus Musikexperten kürte in diesem Jahr den Liedermacher Gisbert zu Knyphausen. Der gebürtige Hesse lebt seit drei Jahren in der Hansestadt. Im vergangenen Jahr brachte er sein Debütalbum heraus - in Eigenregie. Geehrt wurden auch das Team um den Musiker Jan Delay sowie das Internet-Radio Byte FM. Verliehen wird der Preis von der Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft IHM. Der NDR unterstützt den Preis als Medienpartner.
Im vergangenen Jahr waren rund 15.000 Musikfans zum Reeperbahn-Festival gekommen, um die Shows von 145 Bands in 19 Klubs zu besuchen. Die Veranstaltung hatte ihre Premiere im Jahr 2006 gefeiert - damals noch mit rund 9.000 Besuchern.
Hier finden Sie die Übersicht zu den Themen der heutigen Sendung. Das Hamburg Journal ist die elektronische Abendzeitung für Hamburg und informiert über das öffentliche Geschehen, politische Ereignisse und das kulturelle Leben der Stadt.
Wiederholung der Sendung
11.02.2010 04:45 Uhr
Der Preis soll künftig jedes Jahr herausragende Pop-Künstler der Stadt auszeichnen. (Meldung vom 02.09.2009)
Live, laut, lässig - das war der N-JOY Abend beim Reeperbahn-Festival 2008.
Ihren dritten Geburtstag hat die jüngste NDR 90,3 Sendung mit Cassandra Steen, Ruben Cossani, Tom Hugo und Boy gefeiert. Sehen Sie hier Fotos und Musikvideos!
Alle Konzerttage im Überblick.