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Reeperbahn-Festival

Der Kiez rockt vor Rekordkulisse

Deichkind beim Hurricane-Festival 2007. © NDR Fotograf: Marco Lambrecht
große Bildversion anzeigen Einer der Top-Acts auf dem Kiez: Die Lokalhelden Deichkind füllten die Große Freiheit 36. (Archivfoto)

Wenn der Kiez rockt, kommen die Massen: Mit einem Besucherrekord ist das vierte Hamburger Reeperbahn-Festival zu Ende gegangen. Von Donnerstagabend bis zum frühen Sonntagmorgen strömten rund 17.000 Musikfans in 20 Clubs auf St. Pauli, wo mehr als 150 Bands auf der Bühne standen.

"Krawall und Remmidemmi"

Riesenandrang gab es in der Großen Freiheit 36: Dort sorgten die Hamburger Jungs von Deichkind für "Krawall und Remmidemmi". Die Editors aus England und die US-Alternative-Band Dinosaur jr. zogen ihre Fans scharenweise in den D-Club. Das dänische Trio Who Made Who begeisterte mit einer großartigen Show im Uebel und Gefährlich. Etwas ruhiger ging es bei Ex-Nationalgalerie-Sänger Niels Frevert zu, der mit einem Streichquartett auftrat, während die Schweizerin Sophie Hunger die Fliegenden Bauten zum Konzert in Kerzenschein tauchte.

Auch zahlreiche unbekanntere Bands präsentierten sich auf den Bühnen. "Musikalisch ist fast alles dabei: von Elektro über Indie, Soul oder Hip-Hop bis Pop", sagte Festival-Sprecher Björn Pfarr. Medienpartner waren unter anderem NDR 2, N-JOY und NDR Info.

Neben den Konzerten wurde erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten. So gab es etwa auf dem Spielbudenplatz wieder die "Flatstock-Ausstellung", bei der Künstler aus aller Welt ihre Poster präsentieren. Erstmals richteten die Veranstalter in diesem Jahr zeitgleich zum Festival ein internationales Musikforum aus.

Musikpreis "Hans" für Gisbert zu Knyphausen

Gisbert zu Knyphausen freut sich über den ihm verliehenen "Hans" auf dem Reeperbahn-Festival 2009. © NDR/Marco Maas Fotograf: Marco Maas
große Bildversion anzeigen Gisbert zu Knyphausen freut sich über den ihm verliehenen "Hans".

Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals der neue Hamburger Musikpreis "Hans" verliehen, und zwar in den Kategorien bestes Musikformat, bestes Team um einen Musiker und bester Künstler. Die 16-köpfige Jury aus Musikexperten kürte in diesem Jahr den Liedermacher Gisbert zu Knyphausen. Der gebürtige Hesse lebt seit drei Jahren in der Hansestadt. Im vergangenen Jahr brachte er sein Debütalbum heraus - in Eigenregie. Geehrt wurden auch das Team um den Musiker Jan Delay sowie das Internet-Radio Byte FM. Verliehen wird der Preis von der Interessengemeinschaft Hamburger Musikwirtschaft IHM. Der NDR unterstützt den Preis als Medienpartner.

Im vergangenen Jahr waren rund 15.000 Musikfans zum Reeperbahn-Festival gekommen, um die Shows von 145 Bands in 19 Klubs zu besuchen. Die Veranstaltung hatte ihre Premiere im Jahr 2006 gefeiert - damals noch mit rund 9.000 Besuchern.

Stand: 27.09.2009 11:54
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