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Was hat es genau mit der Hanse-Zeit auf sich? Hat die Hanse die Globalisierung erfunden? Was waren die Exportschlager? Und wie schmeckte eigentlich das Fastfood der Hanse?
Das Kulturjournal geht diesen und anderen Fragen nach und hat den amerikanischen Deutschland-Forscher Eric T. Hansen auf eine Reise durch norddeutsche Städte geschickt: Hamburg, Buxtehude, Lübeck, Wismar und Bremen.
Hansen trifft dort Experten und Bürgermeister, er befragt mit seinem Quizmobil Passanten auf der Straße zu allen möglichen und auch unmöglichen Aspekten der Hanse-Zeit - wissenswert, aber nicht immer ganz ernst gemeint.
"Als ich hierher aus meiner Heimat Hawaii kam, da hatte ich von der Hanse noch gar nichts gehört", sagt Hansen. "Dann erfuhr ich, dass die Hanse der Ur-Kapitalismus war, sie hat die Globalisierung erfunden, sie hat ihre Sprache, Plattdeutsch, überall auf der Welt verbreitet, und dazu auch noch Fastfood erfunden. Da wurde ich neugierig." Er will es genau wissen: Was war die Hanse? In seinem Quizmaster-Anzug und mit Cowboy-Hut entdeckt Hansen mit seinem Amy-Schlitten die Region und hat seinen aufklappbaren Glücksrad-Koffer immer bei sich.
Hawaii war dem Autor zu sonnig, er sehnte sich nach Ernsthaftigkeit - und zog natürlich nach Deutschland. Doch hier war er erstaunt, wie wenig sich die meisten Deutschen für ihr Land interessieren. In den letzten 25 Jahren ist seine Neugier stets gewachsen und er ist Deutschland-Forscher geworden
Eric T. Hansen studierte Literatur des deutschen Mittelalters in München und arbeitet seit dem Abschluss mit Magister als Journalist im Bereich Kultur und Wirtschaft. Seine Artikel sind in amerikanischen und deutschen Zeitungen erscheinen. "The Hollywood Reporter", "The Washington Post", "The Independent", "The Chicago Sun-Times", "GEO Spezial", "Süddeutsche Zeitung", "Tagesspiegel", "Cicero" und anderen. 2000 warf er seine Arbeit hin und reiste ein Jahr lang mit einem VW-Bus durch Deutschland auf der Suche nach dem Mittelalter - daraus wurde dann sein erstes Buch, "Die Nibelungenreise". Aus einem Aufsehen erregenden Artikel über den Mythos der Amerikanisierung in der Süddeutschen Zeitung ist sein Buch "Planet Germany" entstanden. Sein drittes Buch, "Deutschland-Quiz", war sechs Wochen auf der Spiegel-Bestseller-Liste.
Michael McGlinn macht seit fünf Jahren für das Kulturjournal die Bücherrubrik mit Paul Kersten. Er hat Film und Fotografie studiert. Seit 1997 arbeitet er als Autor beim NDR Fernsehen und für Arte, 3 Sat und Premiere. Für den NDR realisierte er unter anderem Filme für Mare TV, Kulturreport, titel thesen temperamente, Prisma und Globus. Sein Beitrag "Tango ist meine Leidenschaft" wurde mit dem "Raab der Woche" ausgezeichnet. Für die Sendung "Arena" konzipierte, drehte und moderierte er die Serie "MacArt - Die Geschichte der modernen Kunst".
Das Kulturjournal berichtet jede Woche über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene und vom Büchermarkt.
Wiederholung der Sendung
05.08.2010 00:50 Uhr
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