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Die Themen im Überblick:
- Henry Maske spielt Max Schmeling: die kuriose Verfilmung eines Boxerlebens
- Mogelpackung: wie Neonazis linke Globalisierungskritik kopieren
- Das Geschäft mit der Lust: Dokumentarfilm über die Porno-Industrie
- Der abwesende Vater: Max Frisch im Blick seiner Tochter Ursula Priess
- Von der Hafenstrasse ins Museum: Kunststar Daniel Richter
Henry Maske spielt Max Schmeling: die kuriose Verfilmung eines Boxerlebens
Er gilt bis heute als einer der populärsten Sportler Deutschlands: Max Schmeling. Nun wird das Leben dieser Boxlegende verfilmt – von einer anderen Boxlegende: Kein geringerer als Henry Maske wird sein großes Vorbild mimen. Mit dabei ist auch Heino Ferch, der dessen Trainer spielt. Finanziert wird der Film von zwei Hamburger Millionären, die anonym bleiben und Schmeling ein Denkmal setzen wollen. Dafür haben sie Uwe Boll als Regisseur gewonnen, der unter seinen Kritikern als einer der schlechtesten Regisseure der Gegenwart gilt. Gewiss eine kuriose Mischung. Das Kulturjournal ist bei den Dreharbeiten in Zagreb dabei.
Mogelpackung: wie Neonazis linke Globalisierungskritik kopieren
Bei der Europa-Wahl und den Kommunalwahlen in Mecklenburg-Vorpommern konnten rechtsextreme Parteien vielerorts Erfolge verbuchen. Nicht nur Europa ist ein Lieblingsfeind der Rechten, auch die Globalisierung. Geschickt spielen die Neonazis mit linken Parolen und Ausdrucksformen und üben scharfe Kritik am globalisierten Kapitalismus. Das Kulturjournal zeigt, wie schwer es bisweilen ist, Linksextreme und Rechtsextreme zu unterscheiden.
Das Geschäft mit der Lust: Dokumentarfilm über die Porno-Industrie
Was treibt Menschen an, Pornodarsteller zu werden? Die Hoffnung auf das schnelle Geld und die große Karriere - oder sind es besondere Lebensumstände? Der Regisseur Jens Hoffmann portraitiert in seinem Dokumentarfilm „9 to 5: Days in Porn" zehn Darsteller, zeigt ihre Träume, ihren Alltag und ihre Probleme: Gewalt in der Branche, Aids und die Schwierigkeiten, ein bürgerliches Leben zu führen. Sein Film, der auf internationalen Festivals gefeiert wurde, ist ein kritischer Blick auf die amerikanische Porno-Industrie, die jährlich Milliarden von Dollar umsetzt.
Der abwesende Vater: Max Frisch im Blick seiner Tochter Ursula Priess
Wer war der Mann, der sich und das Leben seiner Nächsten in seinen Romanen und Tagebüchern so radikal entblößte wie kaum ein anderer Schriftsteller? Achtzehn Jahre nach seinem Tod erinnert sich Ursula Priess, Tochter von Max Frisch, in einer literarischen Bestandsaufnahme („Sturz durch alle Spiegel“, Ammann Verlag) an ihren Vater und die Schrecken eines Lebens als literarisches Material.
Von der Hafenstrasse ins Museum: Kunststar Daniel Richter
Seine Bilder hängen bei George Clooney, in der Hamburger Kunsthalle und in zahlreichen anderen Museen. Daniel Richter, einst in der Hamburger Hausbesetzer-Szene aktiv, ist mittlerweile einer der bekanntesten und teuersten Künstler Deutschlands. Seine Themen: Paranoia, Pop, Punk. Nun bekommt er den Finkenwerder Kunstpreis (Preisverleihung am 26.6.). Das Kulturjournal trifft den großen Selbstdarsteller und –zweifler.
Das Kulturjournal berichtet jede Woche über Neues aus der norddeutschen und internationalen Kulturszene und vom Büchermarkt.
Wiederholung der Sendung
25.02.2010 01:05 Uhr