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Markt | 31.08.2009 20:15 Uhr

Fernsehen: Welche Empfangsmöglichkeiten gibt es?

Ab 2. Juni 2008 profitieren norddeutsche Haushalte, die digital über Satellit oder Kabel fernsehen, von verbesserter Bildqualität ihrer NDR Landesprogramme © NDR Fotograf: Dirk Uhlenbrock
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Einige Zuschauer nutzen noch analoge Satellitenreceiver, um fernzusehen. Auf diesem Wege werden jedoch in absehbarer Zeit immer weniger Programme zu empfangen sein. Daher lohnt sich ein Umrüsten auf digitale Technik. Welche Möglichkeiten haben Zuschauer umzusteigen? Und was müssen sie dabei beachten?

Fernsehen ist eigentlich ganz einfach, trotzdem gibt es viel zu bedenken, wenn man sich einen neuen Fernseher kauft. Die erste Frage lautet: Mit  welchem Gerät empfange ich eigentlich mein Programm?

Die fünf gängigsten Wege Fernsehen zu empfangen sind:

1.      Kabel, analog
2.      Kabel, digital
3.      Satellit, analog
4.      Satellit digital
5.      Antenne, nur noch digital als DVB-T

1. Analoger Kabelanschluss

Mit dem analogen Kabel-TV-Anschluss sind etwa 30 Programme empfangbar. 

Vorteil: Sie brauchen kein zusätzliches Gerät zu kaufen.

Nachteile:

  • Relativ teuer. Je nach Anbieter bis etwa 14 Euro jeden Monat.
  • Analoges Kabelfernsehen ist ein Auslaufmodell. Die Zahl der Programme wird abnehmen.
  • HD-Fernsehen ist nicht möglich.

2. Digitaler Kabelanschluss (DVB-C)

Je nach Anbieter kann man über 200 Programme empfangen. Bei vielen davon handelt es sich allerdings um verschlüsseltes Bezahlfernsehen. Digitales Kabelfernsehen gibt es von verschiedenen Anbietern, wie beispielsweise Kabel Deutschland oder Unitymedia. Es ist ein zusätzliches Empfangsgerät zwischen TV-Gerät und Kabelanschluss notwendig. Bei einigen neuen TV-Modellen ist dieses Empfangsteil bereits eingebaut.

Vorteile:

  • größere Programmauswahl als beim analogen Kabel-Anschluss (Anzahl abhängig vom Anbieter)
  • sehr gute Bild- und Tonqualität
  • HD-TV-Empfang ist möglich. Dazu braucht man allerdings einen HD-fähigen Empfänger, der ab 200 Euro zu haben ist.
  • Alle NDR Regionalprogramme sind empfangbar.
  • Alle Hörfunkprogramme der ARD sind in sehr guter Qualität empfangbar.

Nachteile:

  • Ein DVB-C-Anschluss ist mit rund 16 Euro pro Monat teuer.
  • Für jeden Fernseher braucht man ein eigenes Empfangsgerät, wenn es nicht eingebaut ist.

Fazit: Der Anschluss bietet ein sehr gute Bild- und Tonqualität und viele Programme. Er ist weniger störanfällig als Satellitenempfang, empfängt aber meist weniger HD-Sender.

3. Analoger Satellitenempfang

Satelitenschüsseln an einer Hauswand © dpa/Picture Alliance Fotograf: Gero Breloer
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Für den analogen Satellitenempfang braucht man eine Satellitenschüssel und einen Satelliten-Receiver, dann kann man rund 40 deutsche und viele weitere internationale Sender empfangen. Analoge Satellitenanlagen werden heute eigentlich nicht mehr verkauft.

Vorteile: keine monatlichen Kosten

Nachteile:

  • In Zukunft wird es immer weniger über analogen Satelliten empfangbare Programme geben.
  • Bildqualität ist auf großen Bildschirmen mäßig.
  • Es ist nicht möglich HD-Fernsehen zu empfangen.
  • Es gibt überall nur das NDR Regionalprogramm aus Mecklenburg Vorpommern.

4. Digitaler Satellitenempfang (DVB-S)

Zum Empfang über DVB-S sind Satellitenschüssel und ein Empfangsgerät nötig, das an den Fernseher angeschlossen wird. Komplettsets gibt es ab 100 Euro. Bei einigen neuen TV-Modellen ist das Empfangsteil bereits eingebaut.

Vorteile:

  • Rund 300 Sender und damit die größte Programmauswahl. Bei vielen davon handelt es sich allerdings um verschlüsseltes Bezahlfernsehen.
  • keine laufenden Kosten (außer GEZ-Gebühr)
  • Sehr gute Bild- und Tonqualität sowie HD-TV-Empfang möglich. Dazu muss man allerdings auch ein HD-fähiges Empfangsgerät kaufen. Die gibt es ab 150 Euro. Eine Alternative ist ein TV-Modell mit eingebautem HDTV-Empfangsteil.
  • alle NDR Regionalprogramme empfangbar
  • alle Hörfunkprogramme der ARD sind in sehr guter Qualität empfangbar

Nachteile:

Störungen bei Gewitter oder starkem Schneefall möglich. Wer bereits eine analoge Satellitenanlage hat, kann die alte Schüssel behalten, braucht aber unter Umständen einen neuen Empfängerkopf (LNB) und ein neues Empfangsgerät (Receiver). Bei einigen Anlagen mit mehreren angeschlossenen Empfangsgeräten an der Antenne ist relativ aufwendige Technik nötig.

Fazit: Größtes Programmangebot, sehr gute Bild- und Tonqualität. Mehr HD-Angebote als bei den meisten Kabelanbietern.

5. Digitales Antennenfernsehen (DVB-T)

Ein Ehepaar sitzt in einem Strandkorb und empfängt digitales Fernsehen. © NDR / Gregor Schläger
große Bildversion anzeigen Mit einem tragbaren Fernseher lässt sich auch am Strand digitales Fernsehen empfangen.

Das sogenannte "Überall-Fernsehen" (der öffentlich-rechtlichen Programme) kann über 90 Prozent der Bevölkerung erreichen. Empfangsgeräte gibt es ab 30 Euro. Außerdem benötigt man eine Antenne, die je nach Empfangsort sehr klein (ab 10 Euro) sein kann oder eine Dachantenne sein muss. Je nach Empfangsgebiet kann man bis zu 32 Sender empfangen.

Vorteile:

  • gute Bildqualität
  • keine monatlichen Kosten
  • alle NDR Regionalprogramme empfangbar
  • Sehr großes Geräteangebot vom DVB-T-USB-Stick über kleine tragbare Geräte, Geräte für das Auto bis zu großen Flachdisplays, in die oft DVB-T-Empfangsteile serienmäßig eingebaut sind.

Nachteile:

  • Bild- und Tonstörungen möglich, abhängig vom Standort
  • relative kleine Programmauswahl
  • Bildqualität auf sehr großen Bildschirmen ist nicht optimal.
  • nicht HD-fähig

Fazit: Die preiswerte Alternative. Besonders gut für Zweitgeräte oder unterwegs.

Autorin/Autor: Ulrike Heimes
Eine Frau sitzt gemütlich auf einer Couch - im Hintergund steht ein auf stand-by geschalteter Fernseher. © picture-alliance / Sander
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Ab 2. Juni 2008 profitieren norddeutsche Haushalte, die digital über Satellit oder Kabel fernsehen, von verbesserter Bildqualität ihrer NDR Landesprogramme © NDR Fotograf: Dirk Uhlenbrock
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Welche Möglichkeiten gibt es und was ist zu beachten?

Länge: 06:10 Minuten

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Zwei Menschen sitzen zuhause gemütlich vor dem Fernseher © NDR/Juno

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